Die Steine

Die Steine

Charakteristisch für Steinskulpturen aus Simbabwe ist der Serpentinstein. Das Umwandlungsgestein ist ein wasserhaltiges Magnesiumsilikat und kommt in verschiedenen Farben und Härtegraden vor. Der gern verwendete Opalit etwa besticht mit vielfältig grüner Färbung, der besonders harte Springstone mit einer schwarzen, hochglänzenden Anmutung. Um die Seele des Steines zu befreien, greifen die Künstler zu Hammer und Meissel, zu Feile und Raspel. Und zu feinem Schleifpapier. Abschliessend erhitzen sie den Stein und versiegeln die zu polierenden Flächen mit farblosem Wachs. Dadurch behält die Skulptur dauerhaft ihre ursprüngliche Farbe und Maserung.

 

Die unterschiedliche Art der Steinbearbeitung schafft interessante Kontraste; so wirkt der Gegensatz
zwischen hoch polierten Flächen und rauem Stein besonders plastisch.

 

Serpentin: Viele Künstler haben eine Vorliebe für den harten, schweren, aus dem Norden Simbabwes (Guruve) stammenden Serpentin. Er ist eingehüllt in die äussere Decke aus rötlich-braun oxidiertem Gestein. Andere Serpentinarten – etwa grüne, rote, violette, orange, braune und graue – kommen in Simbabwe ebenfalls vor, besonders im Osten des Landes.

Springstone: Der rein schwarze Springstone ist der härteste aller Serpentinsteine. Als Zweitfarbe weist er fast immer Braun auf. Seine Oberfläche ist häufig rotbraun oxidiert oder rostfarben. Er hat einen hohen Metallgehalt, eine schöne Maserung und keine Risse. Hauptsächlich aus Tengenenge und Guruve stammend, ist er bei den Künstlern sehr beliebt, da er sich ausserordentlich gut bearbeiten lässt. Ein wunderschöner dunkler Stein, der wegen seiner Dichte glänzend poliert werden kann. Sein Name soll ihm übrigens John Takawira, einer der bekanntesten simbabwischen Bildhauer der ersten Generation, gegeben haben – weil er so hart ist, dass der Meissel bei jedem Hammerschlag «zurückspringt».

Kobalt: Der attraktive purpurne Stein fasziniert mit braun-orangen Zeichen und ähnelt in seinem Erscheinungsbild Metall. Er bricht schnell und ist daher schwer zu bearbeiten.

Fruitserpentin: Der farbstarke Frucht-Serpentin mit unterschiedlich tiefen Einsprengungen ist nicht nur wegen seiner Schönheit ein gesuchter Stein, seine Dauerhaftigkeit – er weist eine starke Härte auf – macht ihn ebenfalls sehr beliebt.

Opalit: Der leuchtend hell- bis mittelgrüne Opalit ist fein strukturiert und weist eine fast durchscheinende Oberfläche auf – manchmal mit roten, orangenen oder blauen Einsprengungen. Mit seinem überaus glänzenden Finish und seiner weniger harten Beschaffenheit als der Springstone oder Serpentin ist der Opalit einer der Lieblingssteine der Künstler.

Verdit: Von ausserordentlicher Schönheit zeigt sich dieser seltene Halbedelstein – er kommt nur an zwei Orten weltweit vor. Seine grünlich schimmernde Farbvariation und die starke Härte verleihen dem Verdit eine besonders hohe Qualität. Die rötlichen Farbschattierungen bringen ihm auch die Bezeichnung Rubinverdit ein. Dank seiner extremen Härte eignet er sich besonders zur Herstellung von Elefanten-, Rhinozeross- oder Büffelskulpturen.