Die Künstler

Die Künstler und die Kunst der Shona 

Keiner der Bildhauer Simbabwes hat eine klassische theoretische Kunstausbildung genossen. Ihre Skulpturen entstehen nicht nach Skizzen oder Modellen, nicht planvoll oder strukturiert. Sie entstehen unmittelbar, aus dem Dialog mit dem Stein, der dem Künstler seine Seele offenbart – die dieser dann behutsam freilegt. Und genau darin liegt der besondere Wert dieser Kunst; sie vermag dem Betrachter ein Tor zu ihrem Inneren zu öffnen. Unsere Geschäftspartnerin Anette Voelmy von der Skulpturengalerie Sylt nennt es die Kunst der beseelten Steine.

 

Wenngleich jeder einzelne Künstler eigene Ideen und seinen individuellen Stil ins Kunstwerk trägt, so folgen doch alle dem philosophischen Grundgedanken, dass das Motiv bereits im rohen Fels verborgen liegt. Es gilt, das Objekt mit Ruhe, Gespür und Sorgfalt aus dem beseelten Stein zu befreien. Diese Kunst, die Kunst der Shona, hat eine lange Tradition und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Kunstschulen, die so etwas lehren, gibt es in Simbabwe nicht. Alle Künstler sind Autodidakten und haben beim Vater oder älteren Bruder gelernt.

 

Durch die jungen Künstler findet die Steinbildhauerei Simbabwes immer
wieder neuen Ausdruck.